INA – Broschüre

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INA Broschüre (6,80 MB)
 

INA – Internationale Naturausstellung der Region Lieberose

Auf dem Weg zur Internationalen Naturausstellung:                                      Dresden/Lübben
Forscher starten Projektinitiative zur europäischen Vernetzung                      
  04.02.2015


Welche Möglichkeiten bietet ein ehemaliger Trüppenübungsplatz von 25.500 ha für die Region? Vor dieser Fragestellung stand die Region um die Lieberoser Heide nach Ende der militärischen Nutzung 1992. Mit der Teilnahme am Wettbewerb des Bundesumweltministeriums „Idee Natur" wuchsen neue Ideen und Vorstellungen heran. 2009 beauftragte das Land Brandenburg (MLUV) unter Einbeziehung der Kommunen, Landkreise, Forstwirtschaft, Vertretern von unterschiedlichen Vereinen und Verbänden einen Masterplan zur Entwicklung der Region zu erarbeiten und zu beschließen. Die Internationale Naturausstellung (I.N.A.) Lieberoser Heide ist das Ergebnis dieses Masterplan-Prozesses (Interessensausgleich) zwischen den einzelnen Mitwirkenden. Die I.N.A. ist ein neuartiges Ausstellungsformat, bei dem Prozesse sicht- und erlebbar gemacht werden sollen.


Es geht also nicht um das Erschaffen von neuen Landschaften - wie beispielsweise bei einer Gartenschau, sondern darum, die Aufmerksamkeit der Besucher auf das Vorhandene in der Natur und deren Wandel zu lenken. Durch die Ausstellung soll zudem die Regionalentwicklung in dieser strukturschwachen Region gefördert werden. Sie soll der Welt zeigen, wie sich mitten in Europa auf ehemaligen Militärgebieten interessante Natur- und Wildnisgebiete entwickeln, die sich positiv auf Einkommen und Arbeitsplätze auswirken können. Nachdem die Voruntersuchung zu einem vom Bundesministerium geförderten Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben erfolgreich abgeschlossen ist, will die kommunale Arbeitsgemeinschaft I.N.A. gemeinsam mit der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg einen Antrag für das Hauptvorhaben stellen. Weitere Vorhaben sollen das Gebiet fit machen für die neuartige Ausstellung, die - wenn alles klappt - im Jahr 2019 die internationale Aufmerksamkeit auf das Gebiet lenken wird. Die I.N.A. soll die Werte und Potenziale der Lieberoser Heide mindestens europaweit bekannt machen und Möglichkeiten zur Wertschöpfung erschließen. Doch was bedeutet dieses neue Ausstellungsformat und wodurch wird es international?


Dresdner Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) planen ein Projekt, das die I.N.A. in der Lieberoser Heide mit vergleichbaren Regionen Polens, Tschechiens und der Slowakei vernetzen soll. Es soll im Rahmen des europäischen INTERREG-Programms eingereicht werden, das auf die Förderung innovativer Ideen in der Regionalentwicklung ausgerichtet ist. Ein erster internationaler Workshop wird am 19. März stattfinden, um die konkreten Inhalte der Zusammenarbeit zu vereinbaren. Später sollen Veranstaltungen folgen, in denen vor allem die Einwohner aktiv einbezogen werden. Land- und Forstwirte, Angler, Jäger, Gastwirte, Vermieter und alle, denen Natur und Region am Herzen liegen, sind aufgerufen, bei dem Vorhaben I.N.A. tatkräftig (Ideen, Wünsche, eigene Projekte) mitzuwirken.


Der Projektantrag soll bis zum April erarbeitet werden. Die Entscheidung zur Förderung wird gegen Jahresende erwartet. Über den Fortgang wird berichtet.

 

Weitere Informationen unter: www.ina-lieberose.de